Rainer Schottstädt

2010-12 Honrath Weihnachten 07

Rainer Schottstädt wurde 1951 in Stuttgart geboren und bekam mit fünf Jahren ersten Musikunterricht in Blockflöte und Klavier. 1963 erhielt er seinen ersten Fagottunterricht bei Max Widmaier in Stuttgart. 1969-72 war Rainer Schottstädt Solofagottist des Bundesjugendorchesters und gewann den 1. Bundespreis „Jugend musiziert“ mit seinem Bläserquintett. Es folgten Preise Internationaler Kammermusikwettbewerbe mit dem Syrinx-Quintett in Colmar, Belgrad, beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn und beim ARD-Musikwettbewerb in München (1975) sowie in der Solowertung beim Deutschen Musikwettbewerb (1977).
Sein Studium absolvierte er von 1971 bis 1975 bei Frits Wolken in Stuttgart mit der Künstlerischen Reifeprüfung als Abschluss.
Von 1975 bis 1976 war Rainer Schottstädt 3. und stellv. Solofagottist, seit 1976 ist er Solofagottist im Gürzenich-Orchester Köln. 1982 bekam er einen Lehrauftrag für Fagott an der Hochschule für Musik in Köln übertragen, der 1986 um den Bereich der Kammermusik und Bläsereinstudierungen erweitert wurde. 2008 wurde ihm für diese Tätigkeit der Professorentitel verliehen.
Er gibt regelmäßig Solokonzerte mit renommierten Orchestern und Kammerkonzerte einschließlich zahlreicher Rundfunk- und CD-Produktionen mit dem Calamus-Ensemble, dem Gürzenich-Bläsersextett, dem Gürzenich-Fagottquintett und anderen Formationen. Seit über 30 Jahren ist er ständiger Gast beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, mit dem er auch mehrfach solistisch auftrat.
Schon während der Schulzeit belegte Rainer Schottstädt Wochenend-Dirigierkurse bei Prof. Hans Grischkat in Stuttgart. Sein erstes öffentliches Dirigat fand 1979 als Assistent einer Orchesterfreizeit in Bad Waldsee mit Beethovens Violinkonzert statt. In den folgenden Jahren dirigierte er in den Abschlusskonzerten dieser Orchesterwochen u. a. die Sinfonien Nr. 7 und 8 von Schubert, Nr. 3 von Schumann, Nr. 8 von Dvořák, Nr. 1 und 2 sowie Haydn-Variationen von Brahms, Nr. 5 von Tschaikowsky und Nr. 4 von Mahler, dazu etliche Solokonzerte und Ouvertüren und von Strawinsky die Bläsersinfonie und die Pulcinella-Suite. In der Musikhochschule Köln leitete er mehrere Konzerte mit Bläserkammermusik zwischen 10 und 23 Bläsern. Im Sommer 2012 dirigierte er in Wernigerode/Harz ein Serenadenkonzert im Rahmen der Schlosskonzerte mit dem dortigen Kammerorchester.
Rainer Schottstädt wird regelmäßig zu Bläsereinstudierungen sowohl für Sinfoniekonzertprogramme als auch für Opern von der Hochschule für Musik Essen, dem Stadttheater Gießen, den Landesjugendorchestern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, dem Bund Deutscher Liebhaberorchester und dem Jungen Orchester NRW eingeladen. Vom ehemaligen Chefdirigenten des Gürzenich-Orchesters Köln, James Conlon, wurde ihm die Einstudierung der Kammersinfonie von Schönberg übertragen. Darüber hinaus engagiert er sich für junge Musiker bei Kammermusikkursen und in der Jurytätigkeit in den Wettbewerben Jugend musiziert auf Kommunal- und Landesebene.

Musikverkag Rainer Schottstädt